China wirft dich ins kalte Wasser: eine Sprache, die du nicht faken kannst, Städte so groß wie kleine Länder, und eine ganze Wirtschaft, die über dein Handy läuft. Der Austausch für Neugierige und leicht Sturköpfige, die ein Semester wollen, das ihre Sicht auf die Welt wirklich umkrempelt, kein vertrautes Auslandsjahr mit besserem Wetter.
Währung
Renminbi / yuan (¥, CNY)
Sprachen
Hochchinesisch (Mandarin)
Notrufnummer
110 (police), 120 (ambulance)
Monatsbudget
450–900 € / Monat
Beste Reisezeit
Semester laufen grob von September bis Januar und Ende Februar bis Juli, das Herbstsemester bringt in den meisten Städten das beste Wetter.
Fortbewegung
Weltklasse-Metros in jeder Großstadt plus 350-km/h-Hochgeschwindigkeitszüge dazwischen; Didi für Taxis, und alles wird per QR-Code-Scan bezahlt.
Das Visum in einem Satz
Jeder braucht ein Visum: hol dir Zulassungsbrief und JW202-Formular von der Uni, beantrag ein X1- oder X2-Visum bei der Botschaft, wandle X1 dann innerhalb von 30 Tagen in eine Aufenthaltserlaubnis um.
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Warum ein Austausch in China
China ist ein echter Reset. Wo sich ein Semester in Lissabon oder Berlin vertraut anfühlt, bekommst du hier eine Sprache, die du nicht bluffen kannst, ein Zahlungssystem, das komplett übers Handy läuft, Megacitys, die nie stillstehen, und regionale Küche, die dir deinen lokalen China-Imbiss für immer ruiniert. Für Neugierige und leicht Sturköpfige, nicht für Zartbesaitete.
Du landest außerdem in einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaften der Welt, was sich gut im Lebenslauf und noch besser im eigenen Kopf liest. Die Studiengebühren entfallen im Austausch oft, der Alltag ist wirklich günstig, und Hochgeschwindigkeitszüge packen einen halben Kontinent in ein Wochenende. Willst du ein Semester, das ändert, wie du die Welt siehst, ist das hier deins.
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Studi-Leben & die Social-Szene
Chinesische Campusse sind eigenständige kleine Städte: Wohnheime, Mensen, Läden, Laufbahnen und Basketballplätze, alles innerhalb der Tore, dein Sozialleben startet also etwa vierzig Schritte vom Bett entfernt. Die International Offices organisieren Buddy-Programme, Mandarin-Ecken und günstige Trips, und du findest schnell Freunde unter anderen Austauschstudierenden aus ganz Europa, Zentralasien und Afrika. Lokale Studierende sind anfangs schüchtern, aber richtig herzlich, sobald das Eis gebrochen ist.
Abends teilt sich alles in zwei Richtungen: günstige Treffen mit Mensa-Essen und Bier auf Plastikhockern, oder Großstadt-Clubbing in Shanghai und Shenzhen, das lange geht und Geld frisst. KTV, Privatraum-Karaoke, ist der eigentliche Nationalsport, meist neben einem Berg Grillspießen. Das Semester ist intensiv, aber das Sozialleben hört nie wirklich auf.
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Geld & Lebenshaltungskosten
China ist einer der günstigsten Austausche überhaupt, wenn du lokal isst und lebst. Deine großen Kosten sind Miete und der gelegentliche Flug; im Alltag kostet eine Mensa-Mahlzeit ein paar Euro, eine Metrofahrt Kleingeld, und ein Bier weniger als ein Kaffee zuhause. Plan ungefähr 500-800 € im Monat in Shanghai oder Peking ein, und eher 350-550 € in Chengdu, Wuhan oder Nanjing.
Wo es weh tut: Importierter Käse, Wein und westliche Marken sind teuer, und Wochenendtrips summieren sich leise. Richte Alipay oder WeChat Pay am ersten Tag ein, denn Bargeld und ausländische Karten sind im Alltag fast nutzlos.
Bett im Uni-Wohnheim — 40-150 €/Monat
Geteilte Wohnung außerhalb des Campus — 250-600 €/Monat
Mensa-Mahlzeit — 1,50-3 €
Monatliche Metro-Nutzung — 15-30 €/Monat
Lokale SIM mit Datenvolumen — 10-15 €/Monat
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Eine Unterkunft finden
Die meisten Austauschstudierenden nehmen ein Bett im Wohnheim für ausländische Studierende auf dem Campus, und ehrlich, das solltest du auch, zumindest fürs erste Semester. Sie sind günstig (40-150 € im Monat), sicher, direkt bei den Vorlesungen und der schnellste Weg, Leute kennenzulernen; der Trade-off sind dünne Wände, gelegentliche Sperrstunden und ein Mitbewohner, den du dir nicht ausgesucht hast. Bewirb dich, sobald die Zusage da ist, denn die guten Zimmer sind schnell weg.
Willst du eine eigene Wohnung? Such auf Ziroom oder Beike/Lianjia, oder frag das International Office nach einem geprüften Makler. Zahl nie eine Kaution vor einer persönlichen Besichtigung, sei misstrauisch bei allem deutlich unter Marktpreis, und rechne damit, ein bis drei Monatsmieten im Voraus zu zahlen.
Wohnheim auf dem Campus — 40-150 €/Monat, früh bewerben
Großstadt-Metros sind das beste Deal deines Lebens: sauber, schnell, überall, und ungefähr 0,30-0,60 € pro Fahrt, alles per Handy-Scan bezahlt. Busse und Leihräder (Meituan, Hello) decken die Lücken ab, und Didi, Chinas Uber, ist günstig für späte Nächte. In Shanghai, Peking oder Guangzhou bist du selten mehr als einen Block von einer Station entfernt.
Zwischen Städten ist der Hochgeschwindigkeitszug der Gamechanger. Peking nach Shanghai dauert etwa 4,5 Stunden, Shanghai nach Hangzhou 45 Minuten, Guangzhou nach Shenzhen eine halbe Stunde. Buch über die Railway-12306-App oder Trip.com, hab deinen Pass dabei, und komm früh, weil die Bahnhöfe flughafengroß sind.
Metrofahrt — 0,30-0,60 €
Hochgeschwindigkeitszug Shanghai-Nanjing — ~1h15
Didi quer durch die Stadt — 3-6 €
🎓
Unis & Academics
Der Unterricht ist eher traditionell: große Vorlesungen, viel Auswendiglernen, und eine Abschlussprüfung, die oft 60-100% der Note ausmacht, Pauk-Saison ist also sehr real. Benotet wird in Prozent, 60 ist bestanden, und über 85 zu kommen ist echt schwer. Die meisten Austauschstudierenden belegen vier bis sechs Module; die Credit-Umrechnung variiert, aber ein chinesischer Kurs-Credit entspricht ungefähr 1,5-2 ECTS, klär das genaue Verhältnis also mit deiner Heimat-Koordination ab, bevor du dich festlegst.
Englischsprachige Module gibt es reichlich an den Top-Unis und in Business, Engineering und China-Studien, aber anderswo dünner gesät. Aushängeschilder sind Tsinghua und Peking University in Peking, Fudan und Shanghai Jiao Tong in Shanghai, Zhejiang in Hangzhou, Nanjing University und USTC in Hefei für die Naturwissenschaftler.
🛂
Visa & Papierkram
Für ein volles Semester brauchst du ein X1-Studentenvisum; alles unter 180 Tagen läuft über das X2. Deine Gastuni schickt einen Zulassungsbrief plus ein JW201- oder JW202-Formular, und du bringst beides zu einer chinesischen Botschaft oder einem Visa-Center zuhause. Anforderungen und Gebühren schwanken stark nach Nationalität, check also deine eigene lokale Botschaft, statt einem Kumpel aus einem anderen Land zu vertrauen.
Was viele vergessen: Ein X1-Visum bringt dich nur durch die Tür. Innerhalb von 30 Tagen nach Ankunft musst du es beim lokalen Public Security Bureau (Entry-Exit-Büro) in eine Aufenthaltserlaubnis umwandeln, das bedeutet Gesundheitscheck und Passfotos. Verpasst du die Frist, sind die Strafen real.
X1-Visum — Aufenthalte über 180 Tage, braucht JW202 + Zulassungsbrief
Aufenthaltserlaubnis — innerhalb von 30 Tagen beim lokalen PSB beantragen
Gesundheitscheck — für die Erlaubnis erforderlich, plan 50-80 € ein
Regeln variieren nach Nationalität, check immer deine eigene Botschaft
🍽️
Essen, Kultur & Alltag
Du isst hier für Kleingeld wie ein König. Campus-Mensen (Shitang) machen Reis, Nudeln, Dumplings und Pfannengerichte für ein bis zwei Euro, und Straßenstände übernehmen den Rest: Spieße, Baozi, Jianbing zum Frühstück. Regionale Küche ist eine Bildungsreise für sich, mund-betäubendes Sichuan-Hotpot in Chengdu, Dim Sum in Guangzhou, süß-sojagebratenes Alles in Shanghai. Essenszeiten sind früh, Mittagessen gegen 11:30 und Abendessen bis 18 Uhr, die Küchen schließen also früher, als du denkst.
Ein paar Dinge, an denen sich Studierende stoßen: Steck Stäbchen nie senkrecht in deinen Reis, erwarte, Gerichte familienweise zu teilen, und häng nicht am Tisch rum. Plan einen Trip um ein Festival herum, Spring Festival Ende Januar oder Februar, Mid-Autumn oder die Oktober-Golden-Week, und das ganze Land verwandelt sich.
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Die besten Städte für deinen Austausch
Studcasa deckt dreizehn chinesische Städte ab, und wo du landest, prägt das ganze Semester. Grob gesagt: Megacitys für Trubel und Englisch-Freundlichkeit, Kanalstädte und Provinzhauptstädte für niedrigere Kosten und tiefere Immersion. Hier, wozu jede passt.
Peking — das Hauptstadt-Schwergewicht; Top-Unis, imperiale Geschichte, trocken-kalte Winter
Shanghai — der kosmopolitische Flex; teuerste, internationalste, bestes Nachtleben
Shenzhen — junge Tech-Boomtown direkt bei Hongkong; neu, schnell, nicht günstig
Guangzhou — Kantonesische Food-Hauptstadt, feucht und bodenständig, super Preis-Leistung
Hangzhou — Postkarten-Stadt am Westsee und Tech-Hub, entspannteres Tempo
Nanjing — geschichtsträchtige ehemalige Hauptstadt, riesige Studi-Szene, bezahlbar
Suzhou — klassische Gärten und Kanäle, ruhig, easy Hop nach Shanghai
Chengdu — entspannt, scharf, Pandas; günstiges Leben und großes Studi-Nachtleben
Wuhan — zentraler Bahnknotenpunkt, riesige Unis, echtes lokales China auf kleinem Budget
Tianjin — Pekings günstigerer Küstennachbar, eine halbe Stunde mit dem Zug
Hefei — ruhig und günstig, Heimat der top-gerankten USTC für Naturwissenschaftler
Macau — portugiesisch-chinesischer Mashup, Casinos und Eiertörtchen, klein und teuer
Zhuhai — luftige Küsten-Campus-Stadt direkt bei Macau, entspannt und grün
✈️
Reisen & Wochenendtrips
Hochgeschwindigkeitszüge und Billigfluglinien machen China zum Spielplatz für klamme Studierende. Lange Wochenenden decken die Klassiker ab: die Chinesische Mauer ab Peking, Xi'ans Terrakotta-Armee, die Karstgipfel von Guilin und Yangshuo oder die schwebenden Säulen von Zhangjiajie. Züge sind günstig, wenn du ein paar Tage vorher buchst, und ein Nachtzug dient nebenbei als Hostel für die Nacht.
Weiter südlich bringen dich Shenzhen und Guangzhou mit Metro und Fähre in Reichweite von Hongkong und Macau, und Flüge ab Hubs wie Guangzhou nach Bangkok, Hanoi oder Seoul können in der Nebensaison spottbillig sein. Die Golden Week Anfang Oktober ist die eine Zeit, in der du bleiben solltest, das ganze Land reist gleichzeitig.
Chinesische Mauer ab Peking — Tagestrip, ~15 € mit dem Bus
Xi'an Terrakotta-Krieger — 4,5h Schnellzug ab Peking
Guilin & Yangshuo — günstige Flüge, Hostels am Fluss
Hongkong / Macau — Metro und Fähre ab Shenzhen oder Zhuhai
Chengdu für Pandas — Nachtzug oder ein 3h-Flug
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Insider-Tipps & Anfängerfehler
Die meisten Anfängerkatastrophen in China sind logistisch, nicht kulturell. Die Great Firewall blockt Google, Instagram, WhatsApp und die meisten deiner üblichen Apps, und dein Handy führt praktisch das Land. Regel VPN, Zahlungs-Apps und Polizeiregistrierung in der ersten Woche, und alles andere fällt an seinen Platz.
Installier ein VPN, bevor du fliegst; nach der Landung kannst du keins mehr runterladen
Richt Alipay und WeChat Pay am ersten Tag ein; verknüpf eine internationale Karte
Registrier dich innerhalb von 24h bei der lokalen Polizei, wenn du in eine private Wohnung ziehst (Hotels machen das für dich)
Nutz Amap oder Apple Maps plus Pleco zum Übersetzen; Google Maps ist hier nutzlos
Trag eine Powerbank; du lebst quasi auf deinem Handy
Lern Pinyin-Zahlen und ein paar Grundphrasen; Englisch nimmt außerhalb der Großstädte schnell ab
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