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Stadtüberblick

Bucharest in Kürze

Selten die Erstwahl von irgendjemandem, aber fast einhellig geliebt, sobald man angekommen ist, mit riesigen Erasmus-Crowds, günstigen Nächten draußen, und Bergen sowie Stränden nur eine günstige Zugfahrt entfernt.

Monatsbudget
€450–750
Sprache
Rumänisch (eine lateinische Sprache, leicht zu lesen, aber schwer zu verstehen beim Hören); Englisch ist unter jüngeren Leuten verbreitet, besonders in Bukarest
Beste Zeit
Die meisten Austausche laufen im Frühjahrssemester von Februar bis Juli, ein kalter Start und ein heißes, festivalreiches Ende.
Währung
Romanian leu (RON)
Nachtleben
4/5
Sicherheit
4/5
Austausch-ToolsWohnung findenErfahrungsberichte

Bukarest ist Erasmus im Balkan-Tempo: eine Zwei-Millionen-Metropole mit 400 bis 500 Austauschstudierenden, quasi kostenlosen Studierendenzügen ans Schwarze Meer und in die Karpaten, dazu Nightlife bis zum Morgengrauen, auch wenn die Stadt selbst bekanntlich keine Schönheit ist.

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Partner & Vorteile

Geprüfte Wohnpartner und Studi-Vorteile in Bucharest: keine blinde Kaution, keine Geister-Vermieter. Schnapp dir einen, bevor es jemand aus deiner Gruppe tut.

Wir stellen gerade noch geprüfte Partner in Bucharest zusammen. Frag in der Zwischenzeit die Bucharest-Gruppe nach den Wohnungs-Tipps, die Studierende gerade nutzen.

Bukarest ist eine Zwei-Millionen-Metropole und der beste Reise-Hub der Gegend: Billigflüge und quasi kostenlose Züge bringen dich ans Schwarze Meer, nach Siebenbürgen, in die Türkei und auf den Balkan. Rechne mit 400 bis 500 anderen Erasmus-Studierenden und Englisch überall unter Einheimischen in deinem Alter. Nicht klassisch schön, aber grün und dank eines auf zwei Tage komprimierbaren Stundenplans bleibt dir die restliche Woche frei.

  • Echte Drehkreuz-Lage: billige Wizz Air- und Ryanair-Flüge sowie quasi kostenlose Studierendenzüge erreichen die Schwarzmeerküste, die Karpaten, Istanbul und Budapest.
  • Eine riesige internationale Szene mit 400 bis 500 Erasmus-Studierenden pro Semester, Englisch wird überall von Leuten in deinem Alter gesprochen.
  • Auf dem Papier keine schöne Stadt, aber grün (Herastrau-, Cismigiu-, Carol- und Titan-Park) und voller Ecken, in denen es sich zu verirren lohnt.

Die Altstadt rund um die Piata Unirii ist das Party-Epizentrum, Bars und Clubs laufen bis 6 oder 7 Uhr morgens. Das Mojo ist die klassische Erasmus-Bar, und der Control Club halbiert dienstags die Preise. ESN Poli und Happy Erasmus organisieren ein Buddy-System und monatliche Events, gekrönt vom Vama-Veche-Wochenende am Schwarzen Meer, vier Tage mit 400 Erasmus-Studierenden aus ganz Rumänien.

  • Das Mojo ist die klassische Erasmus-Bar, der Control Club halbiert dienstags die Preise, und der Princess Club bietet mittwochs freien Eintritt und Drinks für Mädchen.
  • ESN Poli und Happy Erasmus organisieren ein Buddy-System, wöchentliche Events und das Vama-Veche-Wochenende am Schwarzen Meer. Tritt außerdem der Studcasa-Bukarest-Gruppe bei, um dich schon vor der Ankunft mit anderen Austauschstudierenden zu vernetzen.
  • Tagsüber lohnen sich Herastrau-, Cismigiu-, Carol- und Titan-Park, kostenlose Sporteinheiten in der Nähe des Grangasi-Parks und die kostenlosen Open-Air-Konzerte beim Parlament.

Ein Wohnheimzimmer kostet 100 bis 120 Euro im Monat, ein Zimmer in einer WG je nach Standard 240 bis 450 Euro. Ein günstiges Essen in der Kantine kostet etwa 3,50 Euro, ein Restaurant im mittleren Segment 8 bis 15 Euro, und ein Bier 2 bis 3 Euro in normalen Bars (6 bis 7 in angesagten Clubs). Für den Wocheneinkauf lieber Lidl oder Kaufland statt Mega Image nehmen, da Carrefour und Auchan preislich nah an Frankreich liegen.

  • Das Studierenden-Metroticket kostet mit der rumänischen Studierendenkarte etwa 2 Euro im Monat, Busse laufen aber über ein separates Ticket, bei täglicher Nutzung rund 16 Euro im Monat.
  • Eine Bolt-Fahrt quer durch die Stadt kostet 2 bis 5 Euro, und eine lokale SIM-Karte bringt etwa 150 GB Datenvolumen für rund 7 Euro im Monat.
  • Manche Studierende finanzieren Extras mit einem Nebenjob in einer Bar, rund 450 Euro im Monat, da Jobs im Service als Erasmus-Studierende leicht zu finden sind.

Zwei klare Optionen. Wohnheimzimmer auf dem Campus kosten 100 bis 120 Euro im Monat: kompakte Doppelzimmer, nur Ethernet, immer wieder mal kein warmes Wasser, dafür nur fünf bis zehn Minuten vom Campus entfernt und der einfachste Weg, alle anderen Erasmus-Studierenden kennenzulernen. WGs in der Stadt kosten 240 bis 450 Euro, zu finden über Imobiliare.ro oder Facebook-Gruppen, und liegen näher an der Social Scene in der Innenstadt.

  • WGs findest du auf Imobiliare.ro (das lokale Pendant zu Leboncoin) und in Facebook-Gruppen wie Erasmus Bucharest oder Francais a Bucarest. Lass dir mit dem Vermieter immer alles schriftlich geben.
  • Achte auf Barzahlung der Miete, unfair einbehaltene Kautionen und Bettwanzen, und prüfe vor jeder Unterschrift, dass das Gebäude keinen roten Aufkleber für Erdbebenrisiko trägt.
  • Wohnheimzimmer werden mit einem zufällig zugewiesenen Mitbewohner vergeben, Doppelzimmer sind Pflicht. Sprich dich also möglichst früh mit deinem Mitbewohner ab, und rechne damit, dass Besuch nach 22 Uhr verboten ist.

Die Metro ist modern und effizient, zwei Linien bedienen den UPB-Campus rund 25 bis 30 Minuten von der Innenstadt entfernt, fährt aber nur bis etwa 23 Uhr. Metro (Metrorex) und Bus/Straßenbahn (STB) sind getrennte Unternehmen mit getrennten Tickets, für Busse die App 24pay nutzen. Der 90-Prozent-Studierendenrabatt gilt für Metro und Züge, nicht für Busse. Nach 23 Uhr übernehmen Bolt und Uber das eigentliche Nachtnetz.

  • Kauf dein Metroticket mit der rumänischen Studierendenkarte, um den 90-Prozent-Rabatt freizuschalten, etwa 8 Lei im Monat, aber plane Busse separat ein, da der Rabatt dort nicht gilt.
  • Bolt und Uber fahren rund um die Uhr für 2 bis 5 Euro pro Fahrt und sind die sicherste Option, sobald die Metro gegen 23 Uhr schließt.
  • Vom Flughafen Henri Coanda aus nimmst du entweder ein Bolt für etwa 15 Euro oder den Shuttle bis zur Piata Unirii für rund 1 Euro.

Die UPB ist Rumäniens größte technische Universität, für Erasmus-Studierende auf zwei Fakultäten begrenzt. Der eigentliche Kraftakt ist der Stundenplan: zwei bis drei Wochen überschneidende Kurse und Phantomveranstaltungen, bevor sich alles einpendelt. Der beste Trick ist, mit Freunden alles auf zwei oder drei Tage zu komprimieren. Die Kurse sind leichter als zu Hause, und Anwesenheit macht nur 10 bis 20 Prozent der Note aus.

  • Das Erasmus-Büro ist super nett und reaktionsschnell, der Rest der Verwaltung eher nicht. Kümmere dich also gleich nach der Ankunft um deine rumänische Studierendenkarte, sie schaltet den 90-Prozent-Rabatt bei den Verkehrsmitteln frei.
  • Rechne mit viel Kommunikation über WhatsApp mit rumänischen Klassensprechern, zusätzlich zu Moodle und Teams, und mit keiner festen Mittagspause im Stundenplan.

Als EU-Land verlangt Rumänien von Inhabern eines EU- oder EWR-Passes nichts außer den Unterlagen, die jeder Austauschstudent ohnehin schon mitbringt. Es gibt kein Visumverfahren, keine Aufenthaltserlaubnis und keine Grenzkontrolle, um die man sich sorgen müsste.

  • Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) plus eine von den meisten Schulen verlangte Zusatzreiseversicherung, ab etwa 20 bis 50 Euro im Monat.
  • Melde deinen Aufenthalt vor der Abreise auf der Ariane-Plattform von France Diplomatie an.
  • Rumänien ist in der EU, aber nicht in der Eurozone: Nimm eine gebührenfreie Karte wie Revolut mit und nutze Geldautomaten von ING oder Banca Transilvania für die besten Wechselkurse.
  • Hol dir gleich nach der Landung eine lokale SIM-Karte von Vodafone oder Telekom, ab 5 bis 7 Euro für nahezu unbegrenztes Datenvolumen, und meide die Kioske am Flughafen.

Die Kantinen auf dem Campus servieren ein komplettes Essen für etwa 3,50 Euro, Bäckereisnacks wie Covrigi kosten rund einen Euro. Die rumänische Küche setzt stark auf Schwein und Huhn mit Polenta, Ciorba-Suppen, Mici und Sarmale, dazu Papanasi zum Nachtisch, für Vegetarier wird es aber schwierig. Das Caru cu Bere, das älteste Restaurant der Stadt, ist der klassische Anlaufpunkt, und auswärts essen ist günstig genug für zwei- bis dreimal die Woche.

  • Probier mindestens einmal Mici, Sarmale, Ciorba und Papanasi, und geh für das volle traditionelle Erlebnis ins Caru cu Bere, das älteste Restaurant der Stadt.
  • Vegetarier sollten vorausplanen: Die Speisekarten setzen stark auf Schwein und Huhn, fleischlose Optionen sind außerhalb einer Handvoll Restaurants begrenzt.
  • Carrefour und Mega Image haben rund um die Uhr geöffnet für den späten Einkauf, Mega Image ist aber für den regulären Wocheneinkauf teurer als Lidl oder Kaufland.

Die Altstadt rund um die Piata Unirii ist das festliche Herz der Stadt, touristisch und generell sicher, achte aber spätnachts auf Anreißer und Dealer rund um die Bars. Nördlich davon Richtung Calea Victoriei findest du angesagtere, eher elektronisch geprägte Bars. Grozavesti im Sektor 6 ist im Westen das Viertel von UPB und Wohnheimen, neue Blocks wenige Minuten vom Campus mit einem klar kommunistisch geprägten Äußeren.

  • Die Piata Unirii und die Altstadt sind der naheliegende Standard für einen Abend, aber nicht immer der beste. Erkunde auch Calea Victoriei für eine lokalere Stimmung.
  • Grozavesti im Sektor 6, rund um die UPB, ist der Standort der meisten Erasmus-Wohnheime, nur wenige Gehminuten vom Campus entfernt.
  • Große Malls wie AFI Cotroceni, Mega Mall und Promenada sind praktisch für Erledigungen, Kino und Schlechtwetterpläne.

Quasi kostenlose Studierendenzüge bringen dich problemlos nach Brasov (1,20 Euro, 3 Stunden), nach Sibiu und an die Schwarzmeerküste bei Vama Veche. Zwei Ausflüge tauchen immer wieder auf: eine Bootstour im Donaudelta, etwa 40 Euro für 5 Stunden, und eine Fahrt über die Transfagarasan, eine der schönsten Straßen Europas, an der man manchmal Bären am Straßenrand sieht. Im Ausland erreicht ein Nachtbus Istanbul für 70 bis 80 Euro hin und zurück.

  • Buch die Bootstour im Donaudelta, rund 40 Euro für 5 Stunden, und fahr die Transfagarasan, wenn du mit Freunden ein Auto mieten kannst.
  • Der Nachtbus nach Istanbul kostet 70 bis 80 Euro hin und zurück und spart zwei Übernachtungen, Kappadokien lässt sich als Verlängerung leicht anhängen.
  • Hol dir die ESN-Karte für 8 Euro für Rabatte bei Flixbus und Ryanair, inklusive einem kostenlosen Aufgabegepäckstück und 15 Prozent Rabatt auf die Fahrpreise.

Hol dir deine rumänische Studierendenkarte gleich nach der Ankunft im Sekretariat ab, sie schaltet den 90-Prozent-Rabatt auf Züge und Metro frei. Besorg dir eine lokale SIM-Karte in der Stadt, nicht am Flughafen, für 5 bis 7 Euro mit fast unbegrenztem Datenvolumen. Nutz Revolut für Zahlungen und einen ING-Geldautomaten für Bargeld, und hab immer etwas Bargeld für Miete und Märkte dabei.

  • Sag dem Kellner vor der Bestellung Bescheid, wenn ihr die Rechnung teilen wollt, viele Restaurants lehnen das im Nachhinein ab.
  • Prüf jede Wohnung vor der Unterschrift auf Bettwanzen und einen roten Aufkleber für Erdbebenrisiko, und lass dir jede Vereinbarung mit dem Vermieter schriftlich geben.
  • Überquer die Straße nur bei Grün, und mach niemals nach, wenn ein Einheimischer bei Rot geht, der Verkehr ist die einzige echte Gefahr in der Stadt.
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